12020Sep

Liebe Geschwister, liebe Freunde,

einer Stadt geht es gut, wenn es darin Menschen gibt, die sich für ihr Wohl einsetzen. Wenn Menschen Strukturen schaffen und erhalten, dieden Bürgern der Stadt Sicherheit und ein gutes Leben ermöglichen.

Dieser Satz aus einem Brief des Propheten Jeremia an seine nach Babylon deportierten Landleute wird in diesen Tagen auch für uns zu einem prophetischen Wort. Gott will, dass wir als Christen in dieser Welt sind.

Er braucht uns hier.„Suchet der Stadt Bestes!“, sagt Jeremia. Das heißt: Setzt euch ein zum Wohl der Stadt und des Landes, in dem ihr lebt. Bezieht Stellung in der Politik. Engagiert euch auf sozialem Gebiet. Pflegt gute Kontakte zu Nachbarn.Das ist Gottes Plan, diese Welt zu erlösen. Du und ich, wir sollen Salz sein in dem faden Einerlei einer pluralistischen Gesellschaft. Du und ich,wir sollen Licht sein, damit die Menschen in der Dunkelheit JesusChristus erkennen können, der das wahre Licht ist.

Um Menschen für Jesus gewinnen zu können, müssen wir in dieser Welt sein. Wir brauchen Berührungspunkte mit den Menschen vor Ort. „Geht hin in alle Welt!“, befahl Jesus. Das bedeutet, dass wir in dieser Welt leben und arbeiten sollen, wie alle Anderen auch. Das bedeutet aber auch, dass wir gleichzeitig nicht zu einem Teil dieser Welt werden dürfen. Denn wenn das Salz geschmacklos wird, erzielt es keine Wirkung mehr. Und wenn das Licht verdeckt wird, kann es keinem leuchten. Die Corona-Krise kann auch eine Chance sein, uns neu darüber bewusst zu werden, wer wir als Gemeinde sind und welchen Auftrag Gott uns als Gemeinde gegeben hat. Der Zukunftsprozess, den wir mit „GemeindeBacknang – 5 vor 12“ starten, will uns dabei helfen.

Gemeinsam mit euch wollen wir herausfinden, wie unsere Freude an Gott und unsere Motivation für unseren Auftrag als Gemeinde neu entfacht werden kann. Und wir wollen uns auf die Suche machen, was wir konkret für die Menschen um uns herum tun können.Deshalb beten wir. Für die Menschen in Backnang. Und für unseren Zukunftsprozess. Wir beten und hören dabei auf Gott, um zu erkennen, welche Türen sich für uns öffnen. Wir beten in dem Bewusstsein, dass es Gottes größte Sehnsucht ist, den Menschen sein Heil zu schenken. Wir glauben, dass Gott die Menschen liebt, die in unserer Stadt leben.

Deshalb braucht er uns hier. Wir sollen uns für das Wohlergehen ihre rBürger einsetzen. Nicht zuletzt haben wir ja selber etwas davon.

Euer Viktor Petkau