12019Sep
„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme
doch Schaden an seiner Seele?“
Matthäus 16:26
Liebe Geschwister, liebe Freunde,
wir sind so sehr darum bemüht, möglichst viel zu gewinnen: Den besten
Ehepartner, den bestbezahlten Job, den Jackpot im Lotto. Und es stimmt:
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Doch Jesus zeigt uns eine Perspektive auf, die wir
in unserer ausschließlich auf materielle Werte ausgerichteten Gesellschaft dringend
brauchen. Jesus erinnert uns daran, dass es etwas ungleich Wertvolleres
gibt, das wir bei aller materiellen Gewinnmaximierung verlieren können:
Unsere Seele.Spontan muss
ich an die Geschichte von einer Mannschaft denken, die
durch einen heftigen Sturm ihr Schiff verliert und auf einer einsamen Insel strandet.
Das Schiff ist an einem Felsen zerborsten, aber die Mannschaft kann sich
retten. Auch die Lebensmittelvorräte lassen sich glücklicherweise noch
bergen. Darunter ist auch ein Sack Weizen.
Notdürftig roden die Männer ein Stückchen Land, um einen Teil des Weizens auszusäen, damit sie überleben können.
Als sie die Erde umgraben, stoßen sie auf Gold.
Das Saatgut ist vergessen. Alle graben wie besessen nach dem Gold.
Jeder versucht, so viel wie möglich für sich zu horten. Und so werden sie
reich und wohlhabend.
Doch dann sind die Lebensmittelvorräte aufgebraucht. Erst jetzt merken
sie, dass sie von dem Gold nicht leben können. Aber es ist zu spät, das
Saatgut auszusäen. Aller Reichtum kann ihnen nicht helfen. Und so
müssen sie verhungern.
Diese Geschichte will ein Gleichnis sein. Die Insel ist die Welt. Das Saat
gut ist Jesus Christus. Die Schiffbrüchigen sind wir. Wir stehen in der Gefahr,
bei unserer Jagd nach Gewinn etwas Entscheidendes zu vergessen:
Unsere Seele. Sie leidet Schaden und verhungert, wenn sie nicht mit
Jesus Christus in Berührung kommt.
Jesus will uns helfen, die Prioritäten in unserem Leben richtig zu
setzen.
Und er zeigt uns, wie das geht. Statt auf das Angebot des Teufels einzu-
gehen, der ihm die Welt anbietet, entscheidet Jesus sich dafür, sein Le-
ben für andere hinzugeben.
Jesus Christus fällt wie ein Weizenkorn in die Erde und stirbt. Aber er bleibt
nicht tot. Er rettet unsere Seelen. Er rettet die Welt. Und er lädt uns ein,
ihm nachzufolgen und von ihm zu lernen, wie das geht.
Euer Viktor Petkau