302020Okt

„Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“ – Jesaja 58:7

Liebe Geschwister, liebe Freunde,
der Film Blind Side erzählt die wahre Geschichte der Familie Tuohy, in deren heile Welt an einem verregneten Abend der Obdachlose Michael platzt. Die Familie befindet sich gerade auf dem Rückweg von einer Schulveranstaltung, als ihnen der riesige Schwarze über den Weg läuft. Er ist gerade auf dem Weg zur Turnhalle, seiner Bleibe für die Nacht.

Die Familie Tuohy bietet Michael an, in dieser Nacht bei ihnen zu bleiben. Und das ist nur der Anfang. „Big Mike“ zieht bei ihnen ein, wird ein Teil der Familie.
Beim Anschauen des Film habe ich mich beim folgenden Gedanken ertappt: Klar, die Tuohys können Michael helfen, ohne dass es ihnen weh tut, die sind stinkreich!
Doch wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich nach einer Entschuldigung suche. Natürlich habe ich nicht dieselben Möglichkeiten, aber helfen kann ich vielleicht auch.
Ohne konkrete Antworten zu haben, spüre ich, dass mich dieses Thema nicht loslassen will, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich mein Leitwort zu diesem Gemeindebrief zu dem Monatsspruch vom Dezember schreibe. Es ist ein deutlicher Apell Gottes, von mir und meinen Bedürfnissen hin zu anderen zu sehen.
Gott macht uns Mut, in diese Richtung weiterzudenken: „Wenn du so handelst, wird dein Licht aufleuchten wie die Morgenröte. Deine Heilung wird schnelle Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit geht dir dann voraus und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten. Du wirst um Hilfe rufen und er wird antworten: Hier bin ich!“ (Jesaja 58:8-9).
Das sind großartige Verheißungen, die Gott uns hier gibt. Heilung, Fort-schritte, sofortige Hilfe. Sie sind verknüpft mit der Aufforderung, armen Menschen zu helfen.
Der Film bestätigt das. Leigh Ann Tuohy, Mutter von zwei Kindern, die mit Michael einen Pflegesohn dazubekommt, antwortet auf die Aussage einer Freundin, sie würde so viel opfern und das Leben dieses jungen Mannes verändern mit dem Satz: „Nein, er verändert meins!“
Und Jesus gibt uns noch eine zusätzliche Motivationsspritze. Er sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!“ (Matthäus 25:49).
Euer Viktor Petkau