12020Jan

„Gott ist treu.“ – 1. Korinther 1:9

Liebe Geschwister, liebe Freunde,

zu dem Wort „Treue“ findet sich bei Wikipedia folgende Erklärung: „Treue ist eine Tugend, welche die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder einer Sache ausdrückt. Im Idealfall basiert sie auf gegenseitigem Vertrauen.“Wenn Paulus von der Treue Gottes spricht, wird deutlich, dass es um die Beziehung von zwei Akteuren geht – um die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Der Apostel ist felsenfest davon überzeugt, dass Gott uns gegenüber treu ist. Das heißt: Alles, was Gott uns versprochen hat, dürfen wir ganz fest glauben.

Dazu gehören zum Beispiel die folgenden Zusagen Gottes:Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen (Römer 8:37-39).Gott hat uns alle Sünden vergeben (1. Johannes 1:9). Jesus Christus will die Ewigkeit mit uns verbringen (Johannes 14:2).Jesus Christus ist immer bei uns (Matthäus 28:20b).Im Idealfall basiert Treue auf gegenseitigem Vertrauen? Ja, ich glaube,Gottes größte Sehnsucht ist, dass wir ihm vertrauen. In einer vertrauensvollen Beziehung zu uns will er sein.Und genau damit tun wir uns immer wieder schwer. Wir haben gern selbst die Kontrolle über unser Leben. Wir wollen selber entscheiden,was gut für uns ist. Es wohnt immer auch eine gewisse Portion Misstrauen gegenüber Gott ins uns.Gott weiß das. Deshalb kommt er uns entgegen. Er lädt uns ein, kleine Schritte des Vertrauens zu wagen. Uns ihm anzuvertrauen in den Herausforderungen unseres Alltags. Und zu erleben, dass sich Vertrauen lohnt.Im Rückblick auf das hinter mir liegende Jahr kann ich das sagen: Gott ist treu. Und das gibt mir den Mut, auch im neuen Jahr auf ihn zu vertrauen.Treue und Vertrauen brauchen wir auch in unserem Miteinander in der Gemeinde. Wenn wir einander die Treue halten, können Beziehungen wachsen. Und in einer wachsenden Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens kommen andere dazu. Denn im Grunde ist es auch die größte Sehn-sucht von uns Menschen: Andere Menschen zu finden, die treu sind und denen wir vertrauen können.

Euer Viktor Petkau