12018Mrz

„Jesus Christus spricht: Es ist vollbracht!“ – Johannes 19:30
Liebe Geschwister, liebe Freunde,
mehr als alle anderen Evangelisten beschreibt Johannes Jesus als den
Sohn Gottes, der auf die Erde gesandt wurde, um das Erlösungswerk zu
vollbringen.
„Wir alle müssen die Aufgaben dessen, der mich gesandt hat, rasch erfüllen“
(Joh. 9:4), hatte Jesus zu seinen Jüngern gesagt. Und in der Nacht
vor seiner Kreuzigung betete er: „Ich habe dich hier auf Erden verherrlicht,
indem ich alles getan habe, was du mir aufgetragen hast“ (Joh.
17:4).
So ist es nicht überraschend, dass die letzten Worte Jesu, die Johannes
überliefert, seinen Auftrag betreffen: „Als Jesus davon getrunken hatte,
sagte er: „Es ist vollbracht!“ Dann neigte er den Kopf und starb“ (Joh.
19:30).
„Es ist vollbracht!“ Das klingt rätselhaft. Und so streiten sich die Bibelausleger
darüber, was Jesus gemeint haben mag. Was ist vollbracht?
Meint er das Ende seines Leidens?
Ich gehe davon aus, dass Jesus sich hier auf seinen von Gott gestellten
Auftrag bezieht. Den hat er nun erfüllt. Das gesamte Grauen menschlicher
Sünde wurde am Kreuz auf den Sohn Gottes gelegt. Er hat den Preis
dafür bezahlt. Und damit hat er die Herrschaft der Sünde gebrochen. Das,
was kein Mensch jemals hätte schaffen können – unsere Erlösung – Jesus
hat sie vollbracht.
Jesus sagt nicht: „Es ist vorbei!“ Das ist ja das Wunderbare. Das Werk der
Erlösung fängt gerade erst an. Im Leben seiner Nachfolger. Die meisten
von ihnen halten sich in diesen Augenblicken zwar versteckt. Doch bald
kommt die Zeit, in der sie Stellung beziehen werden.
Im ersten Moment mag der Gedanke, dass sie den Auftrag von Jesus
weiterführen sollen, für die Jünger erschreckend gewesen sein. Doch er
hatte sie vorbereitet. Auf jede Situation, in die sie kommen würden.
Durch das Wort seiner ersten Zeugen hat Jesus auch uns auf jede Situation
vorbereitet, in die wir kommen werden. Durch den Glauben an ihn
können auch wir seinen Auftrag erfüllen. Jeder von uns. Ganz individuell.
Mit seinem Leben.
Glauben wir wirklich an unseren gekreuzigten und dennoch siegreichen
Herrn? Vertrauen wir ihm unser Leben an – mit unseren Stärken und
Schwächen? Mit unseren Sehnsüchten und Träumen? Unterstellen wir
ihm unseren Willen? Ist sein Reich unsere höchste Priorität?
Was wird wohl mein letztes Wort sein?
Ich wünsche mir, dass ich wie Jesus – wenn ich meinen letzten Atemzug
tue – sagen kann: „Es ist vollbracht!“
Euer Viktor Petkau